Preveni Blog

Empfehlungen guter Praxis zur Dekubitusprophylaxe

· Aktualisiert am

Empfehlungen guter Praxis zur Dekubitusprophylaxe

Die Dekubitusprophylaxe hat im Gesundheitswesen Priorität, denn diese Wunden können den Patienten erhebliche Beschwerden verursachen und die Behandlungskosten deutlich erhöhen. Gute Praxis umzusetzen ist unerlässlich, um der Entstehung solcher Wunden vorzubeugen, und die entsprechenden Empfehlungen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Jede Empfehlung hat einen bestimmten Evidenzgrad und einen bestimmten Empfehlungsgrad. Es geht also nicht nur darum, Protokollen zu folgen, sondern zu verstehen, wie belastbar die zugrunde liegende Evidenz ist und wie stark eine Maßnahme empfohlen wird. Diese Empfehlungen sind keine theoretischen Leitsätze, sondern beruhen auf solider Forschung und auf der praktischen Erfahrung von Fachkräften im Gesundheitswesen.

Der „Empfehlungsgrad“ gibt an, wie sicher eine Fachkraft sein kann, dass die Befolgung der Empfehlung mehr nützt als schadet.

Tabelle zur Einstufung von Evidenzgrad und Empfehlungsgrad
Einstufung entnommen aus dem „Guia de Consulta Rápida para a Prevenção e Tratamento de Úlceras / Lesões por Pressão“ (deutsch etwa: Kurzfassung der Leitlinie zur Prävention und Behandlung von Dekubitus).

Damit gute Praxis in der Dekubitusprophylaxe wirksam umgesetzt wird, ist es entscheidend, den Evidenz- und Empfehlungsgrad jeder einzelnen Empfehlung zu kennen. Einige Beispiele verdeutlichen, warum diese Angaben wichtig sind:

Menschen mit eingeschränkter Mobilität und hohem Risiko für Reibung und Scherkräfte berücksichtigen: Diese Empfehlung hat den Evidenzgrad A, das heißt, eine solide Evidenzbasis stützt ihre Wirksamkeit in der Dekubitusprophylaxe. Der Empfehlungsgrad ↑↑ steht zudem für eine starke Empfehlung zur Umsetzung.

Menschen mit einem Dekubitus der Kategorie 1 als gefährdet betrachten, eine Kategorie 2 oder höher zu entwickeln: Auch diese Empfehlung ist mit dem Evidenzgrad A und dem Empfehlungsgrad ↑↑ belegt, was ihre besondere Bedeutung unterstreicht.

Die mögliche Bedeutung eines bestehenden Dekubitus jeder Kategorie für die Entstehung weiterer Wunden berücksichtigen: Auch wenn der Evidenzgrad hier C ist, bleibt es eine wertvolle Empfehlung mit dem Empfehlungsgrad ↑.

Diese Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Evidenz- und Empfehlungsgrad ausfallen können. Dennoch sind alle Empfehlungen fester Bestandteil der Strategien zur Dekubitusprophylaxe. Entscheidend ist, dass Fachkräfte und Einrichtungen des Gesundheitswesens sie in ihre Praxis übernehmen, um das Wohlbefinden der Patienten zu sichern.

Die genannte Leitlinie „Prevenção e tratamento de úlceras/lesões por pressão: guia de consulta rápida“ (deutsch etwa: „Prävention und Behandlung von Dekubitus – Kurzfassung der Leitlinie“) ist eine wertvolle Informationsquelle für Fachkräfte im Gesundheitswesen. Sie bietet aktuelle, evidenzbasierte Vorgaben, um Dekubitus wirksam vorzubeugen und zu behandeln. Wer sie zurate zieht, ist gut informiert und auf diese komplexen klinischen Situationen vorbereitet. (Quelle: European Pressure Ulcer Advisory Panel, National Pressure Injury Advisory Panel and Pan Pacific Pressure Injury Alliance. Prevenção e tratamento de úlceras/lesões por pressão: guia de consulta rápida. (edição em português brasileiro). Emily Haesler (Ed.). EPUAP/NPIAP/PPPIA: 2019.) – Hier klicken zum Herunterladen

Zusammengefasst ist es entscheidend, den Empfehlungen guter Praxis zu folgen, um einem Dekubitus vorzubeugen. Den Evidenz- und Empfehlungsgrad zu kennen, hilft dabei, die wirksamsten Strategien zu priorisieren und umzusetzen. Verlässliche Quellen wie die genannte Leitlinie heranzuziehen, ist für einen hohen Versorgungsstandard und für das Wohlbefinden der Patienten unerlässlich. Wer diese Empfehlungen übernimmt, verringert nicht nur das Leid der Patienten, sondern spart auch wertvolle Mittel bei der Behandlung von Dekubitus. Diese Empfehlungen vom Papier ans Bett zu bringen, verlangt allerdings, die Protokolltreue Schicht für Schicht zu messen – und genau das leistet eine Software für das Management der Dekubitusprophylaxe.

Häufig gestellte Fragen

Warum hat die Dekubitusprophylaxe im Gesundheitswesen Priorität?

Weil diese Wunden den Patienten erhebliche Beschwerden verursachen und die Behandlungskosten deutlich erhöhen können. Gute Praxis umzusetzen ist unerlässlich, um der Entstehung solcher Wunden vorzubeugen.

Was bedeutet der „Empfehlungsgrad“?

Er gibt an, wie sicher eine Fachkraft im Gesundheitswesen sein kann, dass die Befolgung der Empfehlung mehr nützt als schadet.

Warum ist es wichtig, Evidenzgrad und Empfehlungsgrad zu verstehen?

Weil das hilft, die wirksamsten Strategien zu priorisieren und umzusetzen. Es geht nicht nur darum, Protokollen zu folgen, sondern zu verstehen, wie belastbar die zugrunde liegende Evidenz ist und wie stark eine Maßnahme empfohlen wird.

Woher stammen die in diesem Artikel genannten Empfehlungen?

Aus der Leitlinie „Prevenção e tratamento de úlceras/lesões por pressão: guia de consulta rápida“ (deutsch etwa: „Prävention und Behandlung von Dekubitus – Kurzfassung der Leitlinie“, brasilianisch-portugiesische Ausgabe) von EPUAP/NPIAP/PPPIA, 2019. Sie bietet aktuelle, evidenzbasierte Vorgaben, um Dekubitus wirksam vorzubeugen und zu behandeln.

Alle Artikel ansehen