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Umsetzung bewährter Praxis im klinischen Alltag

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Umsetzung bewährter Praxis im klinischen Alltag

Dekubitus ist ein weit verbreitetes und besorgniserregendes Gesundheitsproblem, von dem weltweit Millionen Menschen betroffen sind. Solche Wunden können schwere Komplikationen nach sich ziehen: starke Schmerzen, Infektionen, den Verlust von Mobilität und im äußersten Fall sogar den Tod. Wichtig ist jedoch: Viele Fälle lassen sich mit einfachen und wirksamen Maßnahmen vermeiden.

In diesem Beitrag zeigen wir einen Weg, in Ihrer Einrichtung ein Qualitätsprogramm zur Prophylaxe und Behandlung von Dekubitus umzusetzen – im Einklang mit den Vorgaben der Gesundheitsbehörden. Mit diesen Maßnahmen verbessern Sie die Qualität der Versorgung und sichern Sicherheit und Wohlbefinden der Patienten.

  1. Risikoeinschätzung: Der erste Schritt der Dekubitusprophylaxe ist eine Risikoeinschätzung bei allen Patienten mit begünstigenden Faktoren wie eingeschränkter Mobilität, Immobilität, Inkontinenz oder Mangelernährung. So lassen sich die gefährdetsten Personen erkennen und für jeden Fall passende vorbeugende Strategien wählen.
  2. Umlagerung: Mobilität ist ein entscheidender Faktor der Dekubitusprophylaxe. Patienten, die lange Zeit in derselben Position verbringen, sollten daher regelmäßig umgelagert werden, idealerweise alle zwei Stunden. Das entlastet die besonders gefährdeten Stellen und senkt die Wahrscheinlichkeit, dass Wunden entstehen.
  3. Druckverteilende Unterlagen: Geeignete Unterlagen für die Lagerung des Patienten sind grundlegend. Hochwertige Matratzen und Kissen, die auf den individuellen Bedarf abgestimmt sind, verteilen den Druck gleichmäßiger und verringern Stellen mit zu hoher Druckbelastung.
  4. Hautpflege: Die Haut der Patienten sollte täglich sorgfältig auf frühe Anzeichen eines Dekubitus untersucht werden. Halten Sie die Haut sauber und trocken und vermeiden Sie Feuchtigkeitsstau, der die Entstehung von Wunden begünstigt.
  5. Bedarfsgerechte Ernährung: Eine bedarfsgerechte Ernährung spielt für Prophylaxe und Wundheilung eine zentrale Rolle. Sorgen Sie dafür, dass Patienten eine ausgewogene Kost erhalten, die reich an Eiweiß und an den Nährstoffen ist, die die Geweberegeneration fördern.
  6. Schulung des Teams: Befähigen Sie das gesamte Pflegeteam, Risikofaktoren zu erkennen, vorbeugende Maßnahmen umzusetzen und erste Anzeichen eines Dekubitus früh zu erkennen. Kontinuierliche Fortbildung ist für die Wirksamkeit des Präventionsplans unerlässlich.
  7. Sachgerechte Behandlung: Wird ein Dekubitus festgestellt, ist es entscheidend, die Behandlung sofort und nach den geltenden klinischen Leitlinien zu beginnen. Für eine gute Wundheilung kann ein interdisziplinäres Vorgehen mit Ärzten, Pflegefachkräften, Ernährungsfachkräften und Physiotherapeuten nötig sein.

Mit diesen Maßnahmen zur Prophylaxe und Behandlung macht Ihre Einrichtung einen wichtigen Schritt, um die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und die Sicherheit der Patienten zu sichern. Denken Sie daran: Prävention ist immer die beste Strategie, und die kontinuierliche Fortbildung des Teams ist für den Erfolg des Qualitätsprogramms gegen Dekubitus entscheidend. Gemeinsam können wir die Folgen dieser Wunden deutlich verringern und den Patienten eine bessere Lebensqualität ermöglichen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der erste Schritt der Dekubitusprophylaxe?

Eine Risikoeinschätzung bei allen Patienten mit begünstigenden Faktoren wie eingeschränkter Mobilität, Immobilität, Inkontinenz und Mangelernährung. So lassen sich die gefährdetsten Personen erkennen und für jeden Fall passende vorbeugende Strategien wählen.

Wie häufig sollten Patienten umgelagert werden?

Patienten, die lange Zeit in derselben Position verbringen, sollten regelmäßig umgelagert werden, idealerweise alle zwei Stunden, um die besonders gefährdeten Stellen zu entlasten und die Wahrscheinlichkeit zu senken, dass Wunden entstehen.

Warum ist Ernährung für die Dekubitusprophylaxe wichtig?

Eine bedarfsgerechte Ernährung spielt für Prophylaxe und Wundheilung eine zentrale Rolle. Eine ausgewogene Kost, reich an Eiweiß und essenziellen Nährstoffen, fördert die Geweberegeneration.

Was ist zu tun, wenn ein Dekubitus festgestellt wird?

Die Behandlung sofort und nach den geltenden klinischen Leitlinien beginnen. Für eine gute Wundheilung kann ein interdisziplinäres Vorgehen mit Ärzten, Pflegefachkräften, Ernährungsfachkräften und Physiotherapeuten nötig sein.

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